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Blog | BIO, das weiter geht

Milch aus garantiert antibiotikafreier Tierhaltung

12. Mai 2022

Als eine Gruppe Schweizer Milchbäuerinnen und -bauern die Vision der besten Milch hatten, gaben sie unwissentlich den Startschuss für retour aux sources.

Als einige BIO-Milchbäuerinnen und -Milchbauern aus den Regionen Luzern und Aargau bereit waren, ihre Tierhaltung antibiotikafrei zu gestalten, wussten sie noch nicht, dass sie damit den Grundstein für das Schweizer retour aux sources-Projekt legen würden. Denn antibiotikafreie Tierhaltung bedeutet nicht, einfach nur auf diese Medikamente zu verzichten, es bedeutet, die Milchwirtschaft von Grund auf neu zu denken. 

Das beginnt schon bei der Wahl der Rinderrasse und geht über die Fütterung bis hin zur Haltungsform und dem Tierwohl. Nur so ist es möglich, dass die Tiere sehr gesund sind und Antibiotika dadurch nicht eingesetzt werden muss. 

Hohe Tierwohlstandards tragen zur Gesundheit der Tiere bei: 

  • Weide- und Laufstallhaltung: Tägliche Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem 
  • Wiesen- und Weidefutter, kraftfutterfrei: Artgerechte Fütterung reduziert Verdauungsbeschwerden und hält die Kühe gesund 
  • Standortangepasste Milchleistung: beugt Euterentzündungen vor 
  • Hohe Stallhygiene: vermeidet Infektionen 
  • Mensch-Tier-Beziehung: Kränkliche Tiere werden sofort erkannt und alternative Behandlungsmethoden können umgehend begonnen werden 
  • Haltung robuster, standortangepasster Rinderrassen 

Die Wahl von robusten Rinderrassen bringt nicht nur Pluspunkte in der Gesundheit, sondern sie prägen auch das ursprüngliche Schweizer Landschaftsbild: Rinderrassen, wie das Schweizer Original Braunvieh, Simmentaler, Swiss Fleckvieh, Eringer, Evolèner, Hinterwälder und Grauvieh sind ein Stück Kulturgut und schmücken die Schweizer Weiden.  

 

Warum ist die Vermeidung von Antibiotika wichtig? 

Durch die Vermeidung von Antibiotika wird der zunehmenden Resistenzsituation entgegengewirkt und die langfristige Wirkung der Antibiotika sichergestellt. Durch den Einsatz von Antibiotika werden resistente Bakterien gefördert und in unserer Umwelt verbreitet. Je mehr der Einsatz von Antibiotika vermieden werden kann, desto besser für Mensch, Tier und Umwelt. 

 

Das Tierwohl steht an erster Stelle  

Erkrankt trotz aller Massnahmen eine Milchkuh bakteriell und scheitern alternative Behandlungsmöglichkeiten, können Antibiotika eingesetzt werden. In diesem Fall verliert die Milch dieses Tieres den Status «aus antibiotikafreier Tierhaltung» und fliesst nicht mehr in das retour aux sources-Projekt. Das wird durch die Richtlinien der NOP-anerkannten Milchproduktion festgelegt, nach denen die retour aux sources-BIO-Milchbäuerinnen und Milchbauern arbeiten. 

 

Europas einzigartige BIO-Milch  

Einige Schweizer BIO-Bäuerinnen und -Bauern setzen diese NOP-anerkannte, antibiotikafreie Milchproduktion um, ursprünglich um Milchpulver für die Schokoladeproduktion in die USA exportieren zu können.  

Seit 2022 kannst du sie nun unter retour aux sources als Trinkmilch und Milchprodukte bei ALDI SUISSE erwerben und in vollen Zügen geniessen: für Europa eine einzigartige BIO-Milch, transparent rückverfolgbar! 

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